Samstag, 14. August 2010

Fotos aus Kirgistan Teil 1

Brot wird im Tandouri Ofen gebacken


Tochter von Familie



Uebernachtung bei Familie in Jurte (Murghab)

Donnerstag, 12. August 2010

Von Naryn nach Tash- Rabat



Grenze Kirgistan / Einreise China


Habe von Michael die Nachricht gelesen und werde dann sehen wenn ich in Pakistan vor Ort bin.
Jedenfalls Danke fuer die Info von Michael.

Jetzt geht es weiter im Reiseblog:

Montag 09.08.2010

Am Morgen schoenes Wetter, aber dann bezieht es sich und ein Gewitter kommt auf.
Muss warten ehe ich los kann.
Als das Gewitter vorbei ist muss ich noch tanken.
Fuelle auch vorsichtshalber meinen 5 l Reserve-Kanister. Dann geht es weiter.
Unterwegs dann Sonne, mal Regen und immer wieder sagenhafte Berglandschaften.

Werde an das Lied "Von den Blauen Bergen kommen wir" erinnert.

Jetzt erreiche ich eine lange Hochebene.Die Schotterpiste fuehrt geradeaus.
Nach 130 km erreiche ich den Abzweig Tash Rabat.

Noch 15 km geht’s zu dem Geheimtipp auf 3000 m.
Ein langes gruenes Tal.
Fahre bis zum Ende an einigen Jurten vorbei und komme an Schranke und muss 50 Som bezahlen.
Am Ende frage ich nach einer Unterkunft und schlafe fuer 1 Nacht in einer Jurte.
Sie ist sehr schoen eingerichtet. Auf den Betten bunte Decken und Kissen.

Eine Jurte besteht aus 3 verschiedenen Holzarten, im Durchmesser 3 m, an der Spitze eine runde Oeffnung mit durchkreutzten Staeben.

Dieses Symbol wurde auf der roten Nationalflagge von Kirgistan abgebildet.
Den Nachmittag verbringe ich an der Jurte und geniesse die Sonne.
Das Nebenzelt bewohnen 5 Franzosen. Wir koennen uns auf Englisch unterhalten.

Nach dem Abendbrot gehe ich dann schlafen.
Es ist eine klare Nacht, schoener Sternenhimmel.

Dienstag, 10.08.2010

Von Tash Rabat zur Chinesischen Grenze

Gegen 1/2 11 dann Aufbruch und Verabschiedung.
Der Weg fuehrt 15 km zurueck auf die Kreuzung zur Schotterpiste und dann geradeaus zum Tourgard Pass, 3750 m hoch.

Es geht staendig in der Hochebene bergauf, keine Serpentinen. Dann Vorposten zum Pass.

Jetzt wird die Strecke noch schlechter, und 2 grosse Arbeitsmaschinen ebenen die Piste. Kann teilweise nur Schritt-Tempo fahren, sehr anstrengend.
Unterwegs begegnen mir immer wieder Chinesische LKW s, die eine Staubwolke aufwirbeln.
Auch mein Motorrad koennte eine Waesche vertragen.

Komme an einen See vor der Grenze, und gegen 15 h erreiche ich die Siedlung am Grenzpunkt .
Einige verrostete Anhaenger werden hier von den Leuten bewohnt.
Kleine Jungs zeigen mir einen Anhaenger wo ich uebernachten kann.
Mein Bett wird mir gerichtet. Ich schlafe bei 2 Fernfahrern.

Am Nachmittag beim Melken der Stuten zugesehen.
Von 10 - 12 Stuten gab es einen 10 l Eimer Milch.
Die Nacht schlafe ich schlecht und bekomme Durchfall.


Mittwoch 11.08.2010

Tag der Einreise nach China

Es ist ein klarer Morgen, blauer Himmel und etliche LKW's stehen schon in langer Schlage am Kontrollpunkt.
Kurz vor 09.00 h fahre ich dann an den Schlagbaum und werde gleich ohne Probleme abgefertigt.

Dann Weiterfahrt 8 km ueber schlechte Wegstrecke zum Chinesischen Kontrollpunkt.
Bei der Anfahrt geht es dann auf einmal nicht weiter.
Ein LKW hat Probleme, das Fuehrerhaus ist hochgeklappt.
Steht an einer Anhoehe, und meine Weiterfahrt wird ein wenig schwierig, da die ausgefahrene Piste sehr eng ist.
Schaffe es jedenfalls und erreiche den Grenzpunkt gegen 10 h.
Pass wird verlangt.
Es ist noch kein Guide da, und spaeter weis ich warum.

Die LKW's stehen in langer Schlange im Kontrollpunkt und warten auf Abfertigung, aber nichts tut sich.

Beobachte dann gegen 12 h wie Militaer eingewiesen wird.
Ein Vorgesetzter unterrichtet junge Maenner, die vor ihm in einer Reihe stehen.
Dann geht alles sehr foermlich weiter.
Hintereinander in einer Schlange kommen sie vom Gelaendeplatz.

Je 3 Maenner und 1 Aufsicht kontrollieren intensiv die LKW's.
1 LKW Fahrer hat Getraenke in einem Karton und muss ein Getraenk oeffnen und davon trinken.

Muss bis 13 Uhr warten als endlich mein Jeep mit Fahrer und Guide kommen.
Bei der intensiven Kontrolle meines Gepaecks muss ich alle Taschen und auch Boxen vom Motorrad oeffnen.
Um 14 h fahren wir dann endlich auf sehr schlechter Schotterpiste los.
Nach ca. 60 km dann super Strasse, die immer wieder durch schlechte Abschnitte unterbrochen ist.

Immer wieder LKW's die eine Staubwolke aufwirbeln. Dann wieder Stopp.
Strassenabschnitt ist im Bau und die LKW's muessen warten.
Wir fahren von der Straße ueber das Gelaende, umgehen die Bauarbeiten und fahren wieder auf die Strasse zurueck.

Die letzten 100 km dann auf super Strasse.
Die Strecke wird in den naechsten Jahren fertig gestellt + dann ist eine zuegige Fahrt nach Kashgar moeglich.

Dann ein Vorposten, Passkontrolle + Weiterfahrt zum eigentlichen Kontrollpunkt.
Muss Einreiseformular ausfuellen.
Motorrad wird kontrolliert, Motornummer, Fahrgestellnummer geprueft.
Das Gepaeck muss durch den Scanner.
Dank Guide, der alle Unterlagen vorweisen kann, fahren wir dann endlich gegen 18 h aus dem Grenzbereich auf eine super Strasse.

Folge dem Jeep und erreichen Kashgar. Die letzten km dann wieder super Strasse.
Der Verkehr nimmt zu, und ich muss besonders an Kreuzungen aufpassen, weil sich hier der Verkehr staut.
Dann erreichen wir das Seman Hotel.
Es geht mir gar nicht gut.
Bekomme ein schoenes Zimmer mit schoenen Wand - und Deckendekorationen im 1. OG.
Im Bad merke ich dann, dass doch nicht alles so super ist, denn Wannen- und Waschbeckenabfluss sind verstopft.

Habe Laufprobleme und besorge mir eine Cola.
Die Nacht schlafe ich verhaeltnismaessig gut, aber am Morgen beim Fruehstueck bin ich doch sehr schlapp.


Donnerstag, 12. 08.2010

Nach dem Fruestueck wieder auf mein Zimmer und bis 2 h geschlafen.
Hier in Kashgar ist es zum Vergleich zu der Hoehe sehr warm.

Werde jetzt mehrere Tage hier bleiben und sehen was sich ergibt.
Muss noch meinen Guide anrufen wegen dem Carnet de Passage.

So das ist es fuer heute.

Beste Gruesse an alle, und auch ein Dankeschoen an meinen Bruder Bernd, der sich um meinen Reiseblog kuemmert.
Wollte in den Blog, ist hier in China aber nicht moeglich.

Bis bald Rainer

2 Tage Bishkek/weiter Balikshi, Naryn

Bin jetzt in China, Kashgar im Seman Hotel.

Habe eine Menge zu schreiben , weil ich keine Moeglichket hatte.
Hoffe, dass Bernd wieder gesund ist. Rosie danke ich fuer ihre SMS.
Handy hatte teilweise keine Verbindung.
Hier geht es weiter in meinem Reiseblog.

Im Rich Hotel habe ich, wie schon gesagt, 2 Tage verbracht und hatte die Moeglichkeit das Internet zu nutzen.
Am 2ten Tag hatte ich dann auf mehreren Banken versucht Geld zu bekommen. Habe mich durchgefragt, bis ich Bank fand die endlich Mastercard akzeptierte.
Auf der Suche nach der Bank habe ich auch ein wenig von der Stadt gesehen.
Man merkt hier, dass Kirgistan unter dem Einfluss von Russland stand. Breite Strassen, monumentale Statuen im Stil der Sowjetunion.
Schoene Parks, alles ist gruen.

Sonnabend, 07.06.2010
Nach dem Fruehstueck, einige Pancakes, 1 Scheibe Brot mit Wurst und eine mit Kaese, Motorrad gepackt + dann Weiterfahrt.

Gegen Mittag auf direktem Weg auf breiter Strasse nach Balikshi.
In der Ferne sehe ich schon wieder die Berge.
Nach ca. 70 km faengt es leicht an zu nieseln + die Strasse ist nicht mehr so gut. Rechts und links hohe Berge.
Dann komme ich an eine Kontrollstelle und muss anhalten. Hier beginnt ein Naturreservat, und ich soll als Tourist 500 Som zahlen. Bin natuerlich erst nicht einverstanden.

Hinter mir bildet sich eine Autoschlange.
Soll an die Seite fahren, wo mich Talant mit den Worten begruesst

"Guten Tag Bruder".

Woher ich komme + ruft gleich von seinem Handy einen Bekannten in Deutschland an.
Telefoniere mit ihm, und er teilt mir mit, dass mir Talant eine Unterkunft besorgt.
Er ist Autohaendler und hat einen 11 Jahre alten, sehr gepflegten Mercedes.
Habe dann letztendlich die 500 Som bezahlt.  
Kirgisen zahlen nur 50 Som.

Fahren nach Balikchi zu seinen Bekannten.
Gleich, und wie selbstverstaendlich, wird der Tisch gedeckt, und wir essen gemeinsam.
Mein Motorrad kann ich im Hof abstellen.

Dann sagt mir sein Sohn, 15 Jahre alt und spricht Englisch, dass wir gemeinsam nach dem Essen 70 km weit an den Isik Koel See fahren.
Sie wollen dort ein Grundstueck besichtigen, auf dem er ein Haus bauen will.
Nebenan befindet sich eine grosse Ferienanlage direkt am See.
Gemeinsam haben wir in einem Restaurant gegessen und sind dann bei Dunkelheit zurueck zu seinem Bekannten.
Hier empfaengt mich die Familie + erneut ist der Tisch gedeckt.
Habe keinen Hunger mehr, esse aber aus Hoeflichkeit etwas.
Muss dann einige Glaeser Wodka mit ihnen trinken und schlafe danach gut.

Sonntag den 08.08.2010

Von Belikshi nach Naryn

Nach dem Fruehstueck Verabschiedung von der Familie.
Dann zeigt mir Talant noch die Strasse nach Naryn.
Am Ortsausgang tauschen wir noch die Adressen und E-Mail-Adressen.

Dann bin ich wieder auf mich gestellt.
Die Strasse ist verhaeltnismaessig gut. Die Berglandschaft ist grandios.
Im Sonnenlicht wechseln die Farben, muss aber meine Kombi anziehen weil es kalt ist.

Dann wird die Strasse schlechter, muss ueber den Dolon Ashbu Pass, 3028 m.
Werde hier an den Pamir Highway erinnert wegen der schlechten Wegstrecke.

Unterwegs dann Jurten und Pferde.
Eine Frau melkt eine Stute.
Diese Milch ist beliebt + nahrhaft, dann erreiche ich Naryn und finde Unterkunft im

Celestrial Mountains Hotel.

Auf dem Gelaende befinden sich auch einige Jurtenzelte.
Ich bewohne Zelt Nr. 7.

Bei Dunkelheit gehe ich noch in den Ort und bestelle mir etwas zum Essen.
Hatte im Hotel Internetanschluss aber beim Senden ist dann alles zusammengebrochen.

Schreibe gleich weiter…

Von Oezgen nach Toktogul

Hallo Ihr,
es geht weiter.
Hatte den Reisebericht fast fertig, dann ploetzlich alles weg.

Mittwoch 04.08.2010

Herzliche Verabschiedung von Malibou und seiner Familie.
Gegen 11 h dann Weiterfahrt durch landschaftlich genutzte Gebiete. Ueberall Strassenverkauf, Melonen, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Mohrrueben.
Dann bei Tash Koemer beginnt ein riesiger Stausee, der in mehreren Stufen aufgestaut wird.
Der zieht sich bis Toktogul hin.
Beeindruckende Berglandschaft in den unterschiedlichsten Farben und Gestaltungen.
Muss den See umfahren, erreiche dann den Ort Toktogul und frage nach einem Hotel.
Ein Mann faehrt mit seinem Auto voraus, und ich finde letztendlich bei einer jungen Familie mit 2 Kindern Unterkunft fuer diese Nacht.

Donnerstag 05.08.2010

Von Toktogul nach Bishkek.

Am Morgen ist es bedeckt, und es nieselt leicht.
Nach dem Fruehstueck geht es dann staendig bergauf (12 %), und es faengt immer mehr an zu regnen. Muss ueber den Ala- Bel- Ashbuu Pass, 3184 m, und es ist kalt.
Nachdem ich den Gipfel erreicht hatte, durchfuhr ich eine lange Hochebene.
Hier siedeln viele Leute in ihren Jurten (Wanderzelten).
Sie leben vom Verkauf ihrer Erzeugnisse aus Schafzucht und Pferdehaltung.
Maenner reiten auf ihren Pferden und begleiten die Schafherden in unwegsamem Gelaende.

Muss Pause machen weil ich durchgefroren bin und tanken muss.
Tankbefuellung wieder aus 5 l Behaeltern ueber einen Trichter.
Esse Reiseproviant, und dann geht es weiter ueber den naechsten Pass, Toeo Ashuu Pass.

Die Serpentinen wollen kein Ende nehmen.
Oben dann ein 3 km langer Tunnel, die Abfahrt dann wieder sehr kurvenreich mit 12 % Gefaelle.
Ein Glueck, es hat aufgehoert zu regnen.
Nach den Bergen erreiche ich dann am Nachmittag Bishkek.
Es ist schwuelwarm, und die Abgase der vielen Fahrzeuge sind unangenehm nach der klaren Luft in den Bergen. Vor allem LKW s blasen schwarze Wolken aus ihren Auspuffen.
Hier in Bishkek finde ich Unterkunft im Hotel Rich.
Es liegt ruhig.
Am Empfang frage ich nach dem Preis fuer die Uebernachtung,
55 $ zuviel fuer mich.
Beim Verlassen spreche ich einen Mann an, der, wie sich herausstellt,
der Bruder des Eigentuemers ist.
Der ist nach Verhandlungen mit einem Preis von 20 $ mit Fruehstueck einverstanden.
Mein Zimmer hat eine sehr gute Ausstattung, und das Bad ist modern mit Dusche.
Bin dann mit jungem Mann im Jeep zu einer Bank um Geld abzuheben.
Keine Auszahlung in $.
Werde es morgen wieder versuchen.

Abendessen im Lokal um die Ecke.
Bei der Bestellung gibt es Schwierigkeiten, aber es hilft ein junger Mann der Englisch spricht und mir Spagetti mit Fleischstuecken und Paprika, Brot und 1 Kanne Tee bestellt.
Bin sehr zufrieden mit dem Essen, denn es kostet letztendlich nur 150 Som, ca. 3 EURO.
Bevor ich schlafen gehe dusche ich noch ausgiebig. Eine Wohltat.


Freitag den 06.08.2010

Habe die Nacht gut geschlafen.
Mein Zimmer befindet sich im 3. OG, und ich habe den Blick auf die schneebedeckten Berge.
Morgen geht es weiter nach Balikchi an den riesigen Isik- Koel See.

Dann weiter nach Narin und von dort aus ueber den Tourgat Pass nach China.
Hoffe, dass alles klappt.
Ich weiss auch nicht, ob ich vorher noch mal ins Internet kann.

So das war’s erstmal.
Beste Gruesse an Alle aus Kirgistan von
Rainer
.

Auch Claudia + Tom haben mir SMS geschrieben. Mir geht es gut, und ich habe mich ueber ihre Nachricht gefreut.

Bilder in den Post rein zu tun dauert zu lange.

Von Krizil Kria ueber Osh nach Oezgen‏

Zuerst eine Bitte an Rosi, ruf doch bitte mal bei CTS Travel Tours an.
Hatte Herrn Kriwet eine Mail geschrieben.
Wollte wissen, ob alles organisiert ist wegen der Einreise  am 11.08. nach China ueber den

                   Tourgat Pass.

Rufe ihn doch mal an unter 393 40 68. Kannst Ihm auch meine Handy Nr. geben.
Danke.

Hoffe bei Euch ist alles ok.


Montag 02.08.2010

Weiterfahrt von Krizil Kria ueber Osh nach Oezgen.

Der Fahrer, der mein Motorrad auf seinem Klein - LKW transportiert hat,
faehrt schon frueh zurueck nach Son Mogul.

Fahre noch in die Stadt um Geld zu tauschen.
Akzeptieren nicht Mastercard. Muss 50 Euro tauschen.
Mit der Scheckkarte erst in Bishkek moeglich!

Gepaeck aufgeladen und dann zurueck an den zerstoerten und ausgebrannten Haeusern in Osh. An den von Militaer bewachten Strassensperren fuhr ich weiter auf einer sehr guten Strasse (wie bei uns in Old Germany) nach Oezgen.
Dieser Ort liegt ca. 55 km oestlich von Osh.
Entlang an Feldern und kleinen Bergen erreiche ich Oezgen.
Halte dort um ein Bild vom Basar zu machen.

Dann stoppt hinter mir ein Kleintransporter, und ein grosser stattlicher Mann begruesst mich: Malibou.
Kann ihn leider nicht verstehen, aber ein junger Mann an seiner Seite spricht Englisch.
Sage ihm, dass ich eine Unterkunft suche. Soll ihnen mit dem Motorrad folgen.
Nach einigen Minuten erreichen wir sein Haus, und ich begruesse seine Familie.
Der Tisch wird schnell gedeckt, ich bin eingeladen.

Dann fahren wir zu seinem Freund, der einen Angelteich besitzt.
Kehren dann zurueck, und es gibt Abendbrot.
Gegen 22 h wird mein Bett gemacht, und ich schlafe gut.


Dienstag 03.08.2010

Bleibe noch einen Tag bei Malibou.
Er besitzt mit seinem Freund ein Geschaeft beim Basar und verkauft Wand- und Deckenverkleidungen, Fussboeden und Fliesen.
Sein Geschaeft geht gut.

Mit dem jungen Mann, der Englisch spricht, sind wir unterwegs auf der Suche nach einer Bank von, der ich Geld bekommen kann.
Leider nicht moeglich weil Mastercard nicht akzeptiert wird. Erst in Bishkek.
Malibou faehrt mit seinem Kleintransporter nach Osh um neue Ware zu besorgen.
Bei der Rueckkehr helfe ich beim Abladen.

Besichtige ein Minarett aus dem 12 Jahrhundert.
Nach dem Abendessen fahren wir auf den Fussballplatz im Ort und sehen uns das Spiel an, das zum Ende unentschieden ausgeht.

Resümee vom Pamir!!

Gewaltige Berge, hinter jedem Berg oder Kurve neue Eindruecke.
Sehr schlechte Strassen aber immer sehr freundliche, hilfsbereite Leute die anpacken und helfen.

Wie mag es im Pamir im Winter sein, habe gefragt.
Bis 30 Grad Minus, dann im Fruehjahr die Schneeschmelze.
Gewaltige Geroellmassen zerstoeren Strassen, Bruecken, Haueser.
Wasserfaelle ueberspuelen die Strassen. Zerstörte Strassen und moegliche Weiterfahrt durch Geroellfelder oder reissende Gebirgsbaeche.

Bin froh dass die Strassen hier in Kirgistan besser (super) sind.
Mit dem Motorrad ist es nicht einfach, muss immer Reifen kontrollieren.
Mit dem vielen Gepaeck muss ich mir die schwierigen Situationen immer vorher ansehen.
Dann ist trotzdem noch alles offen, ob ich die Situation tatsaechlich meistern kann.
Bin dann immer heilfroh wenn alles geklappt hat.

Tachostand 12799 km
Start             4416 km
ergeben        8383 gefahrene km von Deutschland

Werde gleich neue Mail schreiben.

Montag, 2. August 2010

Unterkunft Son Mogol, Reparatur des Motorrades

Wie Ihr lesen könnt, ist immer etwas Neues passiert.
Mir konnte bisher immer weiter geholfen werden.
Hatte schon jetzt ein wenig Bammel, ob das immer so klappt.
Schreibe jetzt den Reisebericht weiter.


Freitag den 30. Juli 2010
Fruehstueck bei Familie. Anschliessend gehe ich mit Kolvar zu mehreren Leuten im Dorf um einen Kupplungshebel zu besorgen.
Bei einem Mann im Schuppen haben wir Erfolg, und die Montage klappt auch.
Da der E-Starter nicht funktioniert brauchen wir ein Messgeraet.
Ein junger Mann kommt dann und ueberprueft moegliche Fehlerquellen.

Dann fahren wir zu einem Mann der Englisch spricht.
Der telefoniert mit einer Werkstatt, die die Maschine reparieren kann.
Es ist eine Werkstatt, 350 km in Kizil – Krya, ca. 100 km westlich von Osh.

Erst am Abend wird festgestellt, dass es ein elektrischer Fehler am Starter ist.
Ein Transport der Maschine ist in einem Kleinbus fuer 250 $ moeglich.
Trotz Verhandlungen wegen des Preises kann ich den Preis nicht druecken. Auch merkt der Fahrer, dass ich in der schlechteren Lage bin. Ich soll es mir bis zum naechsten Morgen ueberlegen.


Sonnabend 31.07.2010
Schon um 09 h erscheint der Kleinbusfahrer, aber Kolvar hat mir zu verstehen gegeben, dass wir einen anderen Transporter organisieren.
Nach dem Fruestueck finden wir einen Transporter mit offener Ladeflaeche, der fuer die Strecke 200$ haben will.
Ich versuche den Preis zu druecken aber letztendlich habe ich keine Wahl.
Gemeinsam wird die schwere Maschine auf die Ladeflaeche gehoben, auf dem Mittelstaender aufgebockt und mit Gurten abgesichert.
Der Transporter wird aus einer Tonne vollgetankt, und jetzt haben wir eine Strecke von 350 km vor uns.
Verabschiedung von der Familie, und nach 20 km faellt mir ein dass ich die Reserve- Reifen vergessen habe.
Muessen zurueck. Es wird 13 h als wir dann unterwegs nach Osh sind.
Nach Sari Tash geht es dann staendig bergauf, und die Strasse wird immer wieder von grossen Baustellen unterbrochen.
Es ist unglaublich, unter welchen Bedingungen die Leute hier arbeiten.
Ueber viele Kurven und sehr schlechtem Strassenzustand geht es aus dem Hochgebirge abwaerts.
Irgendwann wird die Strasse gut und es geht schneller voran.
Dann erreichen wir Osh, muessen durch Strassensperren und Kontrollen.
Habe auch Bilder vom Fahrzeug von ausgebrannten und zerstoerten Hausern machen können.

Jetzt haben wir noch 100 km vor uns und erreichen Kizil- Krya kurz bevor es dunkel wird.
Hier erwartet uns eine Frau, die uns weiterhilft. Warten dann auf ihren Mann, der dann mit uns in den Ort faehrt und versucht eine Werkstatt per Telefon zu finden.
Haben aber keinen Erfolg. Fahren zu ihm nach hause und es gibt Abendbrot.
Die Familie hat 2 Soehne, 14 + 16 Jahre alt. Verstaendigung schlecht.
Essen gemeinsam Abendbrot.
Mein Bett wird gerichtet und ich schlafe sofort ein.


Sonntag 01. August 2010
Nach dem Fruestueck fahren wir zu einer Werkstatt und muessen ca. 1/2 Std. warten.
2 junge Maenner schauen sich die Maschine an. Muessen die Verkleidung abbauen, und mit einem Messgeraet wird alles ueberprueft.
Nach kurzer Zeit steht fest, dass irgendwo das Kabel zum E- Starter unterbrochen ist.
Es wird ein neues Kabel verlegt und dann der grosse Moment.

Es wird gestartet und die Susi springt an!!!!!!!

Ich mache einen Luftsprung und bin sehr erleichtert.
Fahre die Maschine ueber eine Holzschraege vom Transporter.
Die Reparatur kostet dann 15 $.
Gebe auch dem Transporterfahrer die 200 $.
Inzwischen hatten sich einige junge Maenner eingefunden, die alle neugierig waren.

Dann sind wir gemeinsam auf den Basar und haben gegrillten Fleischspiess mit Brot und Tee getrunken.
Wollte ins Internet und Geld tauschen, war aber nicht moeglich.
Zurueck mit Myrzakyl auf dem Motorrad.
Habe meine Maschine gewaschen und den Nachmittag bei der Familie verbracht.


Montag 02. August 2010

Altunbeck faehrt schon um 09 h wieder zurueck nach Son Mogol.
Ich bin jetzt in die Stadt gefahren und wollte Geld tauschen.
Die Karte wurde nicht akzeptiert.
Musste 50 EURO tauschen und bekomme 2950 Som.

Werde heute ueber Osh und weiter nach Bishkek fahren.
Muss am 11. August am Torgut Pass sein.

Weiss nicht, wann neue E- mails moeglich.
Beste Gruesse an alle, Kuss an Rosie,
Gruesse an Claudia ,Tom, Sonja und Freund, Heike und die Nachbarn.
Fotos einzuscannen dauert zu lange.

Rainer gruesst alle

Von Khorug nach Murghab weiter nach Karakol

Ich konnte laengere Zeit nicht schreiben, da ich unterwegs keine Moeglichkeit hatte.
So, jetzt aber endlich weiter in meinem Reisebericht.

War in Khorog mehrere Tage krank und konnte nichts machen.

Am 24. Juli bin ich dann doch aufgebrochen und zwar nach Murghab, ca. 250 km weiter.

Unterwegs wurde es dann kalt, denn ich musste ueber den Koy Teze Pass, 4272 m hoch.

Musste anhalten und meine Motorradhosen und Handschuhe anziehen.
Die Fahrt zog sich dahin.
Dann musste ich noch einmal ueber einen 4000 der und erreichte eine lange Hochebene.

Rechts und links hohe Berge, die Ebene gruen und jetzt sah ich die ersten Jurtenzelte.
Dann erreichte ich Murhab und musste, wie schon oft, an einem Posten meinen Pass mit dem Permit vorweisen.
Es war schon 19 h, und an der Strasse frage ich nach einer Unterkunft.
Ich musste einen Berg hinauf, wo mich eine ganze Familie erwartete. Sie zeigten mir das Haus. Nebenan stand ein Jurtenzelt.
Ich fragte, ob ich im Zelt schlafen darf.
Bekam noch eine warme Suppe, mein Bett wird gemacht, aber ich fuehlte mich gar nicht gut.
Da im Zelt ein Ofen stand, auf dem gekocht wird, war es auch in der Nacht warm.
Ich machte in dieser Nacht kein Auge zu.
Draussen heulten und bellten alle Hunde. Vollmondnacht!!!, na fein.
Wenn ich die Augen schloss, sah ich wie im Film laufend den schlechten Zustand der Wegstrecke.
Hatte Kopfschmerzen und Schuettelfrost.
Erst am Morgen schlief ich ein wenig ein.

Sonntag den 25.07.2010

Probleme mit der Höhe
 
Fuehle mich schlecht und bekomme von der Familie ASS 500, und gegen Mittag geht es mir besser.
Habe wahrscheinlich mit der Hoehe Probleme bekommen.
Die Familie besteht aus den Eltern, den 4 Soehnen und einer Tochter.
Einer, Sheraly, spricht ganz gut Englisch.

Den Bruedern zeige ich das Problem mit dem abgebrochenen Distanzbuegel zwischen den Koffern.
Sie sehen sich im Schrotthaufen hinter dem Haus um.
Da liegt doch von einem Kinderwagen der Handgriff, der nur darauf gewartet hat, als Distanzstueck zur Stabilisierung zwischen meinen Koffern eingebaut zu werden.
Er wird noch etwas verkuerzt, und die Schellen werden mit Gummi von einem Fahrradschlauch unterlegt. Dann mit Draht befestigt.
Alles ist jetzt wieder stabil. Mal sehen wie lange.

Es wird schon ab 20 Uhr dunkel, und ich gehe schlafen.

Montag den 26.07.2010

Bin hier fast auf 4000 m, und die Luft ist klar + trocken.
Am Tag ist es warm und nachts ist es frisch.
Morgen will ich weiter nach Karakol.

Am Abend erscheint Gregor aus Danzig mit dem Fahrrad.


Dienstag 27. 07.2010

Sachen gepackt, getankt und von Familie verabschiedet.
War nicht so preiswert, und Benzin war auch teurer. Ist halt abgelegen.

Die Fahrt geht bei gutem Wetter weiter. Die Gegend wie eine Mondlandschaft.
Muss wieder ueber einen Pass und erreiche den Quarakol See.
Der liegt auf 4000 m, und es ist ein super Panorama. Im Hintergrund hohe mit Schnee bedeckte Berge.
Finde Unterkunft in einem Home Stay.

Treffe Oesterreicher, die mit einem Jeep unterwegs sind.
Dann kommt noch ein Radfahrer aus der Schweiz.
Mache noch einen kleinen Spaziergang zum See.


Mittwoch den 28.07.2010

Der Tag wird regnerisch, und die Berge sind im Nebel.
Ein armseliges Dorf, kein vernuenftiges Geschaeft, und am Nachmittag wird der Regen mehr.
Es regnet die ganze Nacht.


Donnerstag 29.07.2010

Kann nach Kirgistan einreisen. 

Fahre bei regnerischem Wetter zum Grenzpunkt Tadschikistan.
Es faengt an zu schneien, und es ist kalt. Schlechte Strassenverhaeltnisse.
Unterwegs ueber 4200 m hohen Pass.

Grenzkontrolle ohne Probleme, aber am Kontrollpunkt wird gebaut, und alles ist aufgeweicht und schmierig.
Dann sehr gefaehrlicher Schotter und aufgeweichte Teilstuecke bei der Abfahrt.

Muss jetzt 20 km durch`s Niemandsland bis zur Kirgisischen Grenze durchfahren.

Kann dann nicht weiter weil Strasse weggespuelt.
Es ist ein gefaehrliches Geroellfeld mit durchfliessendem Wasser zu ueberqueren.
Schaue mir erst einmal alles an und wage dann die Durchfahrt.
Bei der Ausfahrt auf die weiterfuehrende Strasse kippt die Maschine um.
Ein anwesender Strassenmeister hilft mir beim Aufrichten der Maschine,
und ich schaffe es auf die Strasse.
Beim Richten des Kupplungshebels bricht dieser ab.
Auch startet die Maschine ploetzlich nicht mehr.

Von einer Familie mit Jeep werde ich bis zum Kontrollpunkt Kirgistan abgeschleppt.
Einreise ohne Probleme.
Lasse noch Customs Declaration ausfuellen.
Dann werde ich weiter, ca. 40 km bis Son Mogul (westlich von Sari Tash) abgeschleppt, weil hier vielleicht eine Reparatur moeglich ist. Hier hat die Familie ein Haus,
bekomme noch von den Leuten Abendbrot und falle auf mein hergerichtetes Nachtlager .

Bis hier erst mal, geht gleich weiter ehe evt. die Verbindung zusammenbricht.