Mittwoch, 16. März 2011

Gestern noch in Kappadokien-heute am Mittelmeer

Sonntag, 13. Maerz 2011
Konnte lange nicht einschlafen weil das Zimmer im Felsen nicht warm wurde obwohl es Heizung hatte.
Am Morgen beim Frühstück bekam ich noch ein paar gute Tipps im Hotel.
Also fuhr ich, in diese wie nicht von dieser Welt wirkende Landschaft, im Dreieck Ürgüp, Zelve, Avanos, Geroeme nach Nevsehir:
http://en.wikipedia.org/wiki/Nev%C5%9Fehir

http://www.google.de/search?q=nevsehir&hl=de&prmd=ivnsm&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=FhmLTZoUzMOzBvS34YQK&ved=0CFAQsAQ
Bei einem Fotostopp begrüßte mich eine Reisegruppe aus Deutschland. Sie sprachen mich an, weil sie das Nummernschild aus Deutschland erkannten. Wünschten mir eine gute Heimreise.
Bei der Durchfahrt durch diese Landschaft von Feenkaminen, Felspyramiden und Steinkegeln sind die Höhlen durchlöchert wie Emmentaler Käse.
Eine ständig wechselnde, bizarre und eindrucksvolle Tuffsteinlandschaft.

Gegen 14 h dann Weiterfahrt über Askary. Von hier aus über eine flache Hochebene die sich bis Konya hinzog.

Erst hinter Konya fing das Gebirge wieder an.
Umfuhr Konya im Abendrot und erreichte Beysehir bei Dunkelheit gegen 19 h.
Verbrachte die Nacht im Sey-Han-Hotel, in einem schönen, modernen, warmen Zimmer.

Montag, 14. März 2011
Nach einem ausgiebigen Frühstück startete ich bei schönem, klaren Wetter zur  
Türkischen Riviera.
Durch eine sehr schöne Berglandschaft führte die Strasse in vielen Kurven bergab.
Sah das Mittelmeer schon aus dem Taurusgebirge, aber bis Antalya waren es noch etliche km.
Über Antalya fuhr ich dann nach Camyuva.
http://www.google.de/search?q=Camyuva&hl=de&prmd=ivns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=Ux2LTbb8KZDXsga3xtmXCg&ved=0CG4QsAQ
Ich traf hier Orduvar Akmann, einen Hotelbesitzer, den ich vor über 30 Jahren hier kennengelernt hatte.
Leider war sein Hotel, wie auch alle anderen, geschlossen.
Die Saison fängt hier erst Mitte April an.
Bin jetzt im Camyuva Hotel für eine Nacht.
Überall in den Gärten und landeinwärts Orangenbäume (Plantagen):
http://www.google.de/search?hl=de&site=search&tbm=isch&btnG=Suche&aq=f&aqi=&oq=&q=Camyuva%20Hotel
Will morgen dann weiter nach Pamukkale (sehenswerte Kalksinterterrassen):
http://www.google.de/search?hl=de&site=search&tbm=isch&btnG=Suche&aq=f&aqi=&oq=&q=Pamukkale

Grüsse von der Türkischen Riviera an alle.
Herzlichst Rainer

Samstag, 12. März 2011

Durch die kalte Türkei

Heute bin ich von Zara über Sivas, Kayseri nach Ürgüp gefahren.

Hier in Kappadokien 
gibt es speziell, auch ähnlich wie im Iran, (Kandovan) Tuffsteinmassive, in die Höhlen gebaut wurden.
Bin heute Nachmittag nach ca. 300 km hier angekommen und bin nun im Hotel.
Mein Zimmer ist in den Felsen gebaut. Werde morgen weiterfahren nach Nevsehir und weiter zur Küste.

Sehenswert: Moscheen, Basare, Museen, Baudenkmäler.

Donnerstag, 10. Maerz 2011

Kalt erwischt:

 
Habe heute früh noch getankt. Dann ging es zur Grenze Iran / Bazargan -  
Türkei / Dogubayazit.
Gefahrene km von Grenze Pakistan bis Grenze Iran: 3.613 km.

Hatte schon bemerkt, dass die Kette am Motorrad Geräusche von sich gibt.
Heute früh überspringt die Kette Zähne vom Zahnkranz.
Muss aber erst ueber die Grenze. Hier bekomme ich Hilfe, Carnet wird auf Iranseite mit Ausreise vermerkt. Und Ausreisestempel im Pass.
Auch die Einreise in die Türkei verläuft Dank Grüner Versicherungskarte problemlos.
Von der Grenze nach Dogubayazit sind es ca. 30 km.
Hier fahre ich auf eine Tankstelle und frage einen Mann, der gerade tankt, nach einer Werkstatt.
Ich fahre ihm hinterher bis wir in einer Nebenstraße an einer kleinen Werkstatt halten.
Das Motorrad wird in den Laden geschoben und ich erkläre dem Monteur / Besitzer mein Problem.
Der schraubt die Verkleidung ab, und der vordere Zahnkranz ist zu sehen.
Ganz klar: die Zähne des Zahnkranzes sind verschlissen.
Schreibe gleich weiter. Muss erst sehen, ob alles korrekt im Blog veröffentlicht wird.

Gut, es geht weiter:
In meinem mitgeführten Ersatzteillager habe ich ein komplettes Ketten - Kit. Das wird gegen das Alte ausgetauscht.
Das einzige Problem ist die Neue Kette.
Der Monteur hat nicht das Spezialgerät zum Vernieten des Kettenschlosses.
Es werden deshalb nur beide Zahnkränze erneuert, die alte Kette gesäubert und gefettet.
Auch ein neues Hinterradlager wird gleich neu eingebaut.
Alles zusammen dauert ca. 2 Stunden und kostet ca. 50 Euro.

Um 14h kann ich meine Fahrt zum heutigen Reiseziel Erzurum fortsetzen.
Muss zwei Bergpässe (2040 m und 2315m) passieren. Es wird immer kälter.
Die Berge sind verschneit, unterwegs leichter Regen und Schneefall.
Nach dem Gipfel geht es lange über die ausgefahrene Straße bergab.

Am Nachmittag erreiche ich die Stadt  
Erzurum.
Es ist inzwischen dunkel, und es fängt wieder an zu schneien.
Dank einer Polizei Streife, der ich durch die Innenstadt folge,
erreiche ich das Dilaver Hotel.
Das Hotel hat leider keinen Parkplatz.
Habe die Möglichkeit, in einer 200 m entfernten Garage zu parken.
Da die Straße bergauf führt und es unangenehm glatt geworden ist, lehne ich das Angebot ab.
Stelle das Motorrad auf dem Mittelständer gegenüber dem Hotels ab und überdecke es mit einer Plastikplane.
Beziehe ein ruhiges Zimmer im 4ten OG.
Gehe noch einen Döner essen und kehre zum Hotel zurück.
Hier schaue ich mir meine Karte an.
Werde sehen, wie morgen die Straßenverhältnisse sind.
Die Temperaturen sind heute um den Gefrierpunkt, nachts entsprechend noch tiefer.

Hatte viel Wärme getankt.
Aber hier in der Osttürkei hat mich der Winter kalt erwischt!!!!


Freitag, 11. März 2011

Der Frühstücksraum des Hotels liegt im 8ten OG.
Beim Frühstück geniesse ich heute bei klarem Wetter die freie Sicht.
Erzurum ist ein Wintersportgebiet, hat eine Sprungschanze und neue Sporthallen.

Zu früh gefreut!
Unterwegs dann Eintruebung, Nebel, Schneeregen und kalt.
Fahre vorsichtig, weil die Sicht am Visier durch Schneeregen und Feuchtigkeit laufend beschlägt.

Nach Erzican über 2 Pässe (2160m und 2190 m).
Am Nachmittag klart es dann ganz schnell auf, und ich fahre durch eine grandiose Berglandschaft. Trotz meiner zusätzlichen Radsportjacke mit Windbraker-Schutz ist mir kalt.

Muss 2x tanken. Benzin ist in der Türkei empfindlich teuer!
Finde ca. 70 km vor Sivas in Zara gegen 18 h ein Hotel, wo ich die Nacht verbringe.
Gehe noch einen Fleischspieß essen.
Das Motorrad stelle ich auf dem Gehweg vor dem Hotel ab.
Jetzt geniesse ich das warme Zimmer und schlafe bald ein.

Sonnabend, 12. März 2011

Das klare Wetter setzt sich fort, aber ich empfinde es kälter als an den Tagen zuvor.
Heute kalter Wind.
Nach ca. 160 km halte ich an einer Tankstelle. Meine Hände sind durchgefroren, und ich kann sie endlich in der angrenzenden Gaststätte an einem Ofen wärmen.
Ich bekomme mehrere Ceys, die mich wieder aufwärmen.
Es geht weiter auf der guten Strasse. Nur ab und zu kommen mir grosse Trucks entgegen oder ich werde überholt.
Die Strasse führt immer weiter bergab, die Landschaft wird hügliger, aber weiter entfernte höhere Berge sind schneebedeckt.
Am frühen Nachmittag erreiche ich dann  Ürgüp.

Kappadokien: Tuffstein und Höhlenkirchen.

Am Anfang der Geschichte Kappadokiens standen die Vulkanausbrüche.
Die Gegend wurde mit einer Mischung aus Asche, Lava Tuff und Schlamm überzogen.
In Jahrmillionen haben Wind, Regen, Hitze und Kälte aus dem porösen Material unzählige Kegel, Schluchten und skurril geformte Felsen geschnitten.
In den Tuffstein bauten die Menschen schon vor 4000 Jahren Wohnungen.
Ab dem 2ten Jh. begannen dann die von den Römern verfolgte Christen unterirdische Städte zu errichten.
Es entstanden auch viele Höhlenkirchen und Klöster.
Der Nationalpark Geroeme und Kappadokien wurde 1985 zum

UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Habe hier in Ürgüp im Cave Hotel ein Zimmer mit Bad.
Alle Zimmer sind in die Felsen gebaut.
http://www.urgupinncavehotel.com/

Ürgüp,
die 18.000 Einwohner zählende Stadt im Herzen Kappadokiens ist ein wichtiger Weinort und auf Tourismus eingestellt.
Die Atmosphaere ist bizarr.
Zwischen den überall aufragenden Felsen liegen Hotels, Restaurants und Läden.

Habe heute einen Rundgang vom Hotel zu den nahegelegenen Felsenhöhlen gemacht.
Werde morgen die Umgebung erkunden.

Dann Weiterfahrt zum Mittelmeer.
Das wars für heute.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

To my friends in India who are reading my blog:

Kind regards to the whole family, living in Karnataka, INDIA:

Narjan, Sita, Shankar and his wife, Taku, Laxmi and Keshu, Ischtwar, Rukmini, Netra and his relatives.


Greatings from my heard Rainer

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gruesse an alle!
Rainer

Donnerstag, 10. März 2011

Letzter Tag im Iran

Montag, 07. Maerz 2011.  

Von Narein nach Qazvin:
Ein schoener Tag mit verhaeltnismaessig klarer Sicht.
Hatte mir die Innenjacke in meine Motoradkombi eingezogen, denn es war an den vorangegangenen Tagen doch immer recht frisch.
Die heutige Strecke war ueber Ardesen, Kashan, Quom nach Teheran geplant.
Unterwegs nach 160 km machte ich auf einem Parkplatz eine Pause fuer ein Paar Kekse und einen Saft.
Ein freundlicher Fernfahrer spendierte mir Apfelsinen und Rosinen.

Dann erreichte ich Teheran.
Ein gewaltiger, bleibender Eindruck.
Die Hauptstadt erstreckt sich am gewaltigen schneebedeckten Elbrus Gebirgszug.
Sie schmiegt sich an die Haenge des 5670 m hohen Damavands und den 4000 m hohen Towchal.

Teheran liegt auf einer Hoehe von 1000 bis 1700m.

In Qazvin habe ich dann mit Hilfe eines Motorradfahrers in der quirligen Innenstadt im Hotel Iran ein Zimmer bezogen. Mein Motorrad konnte ich im Innenhof parken.
Abends machte ich noch einen kleinen Spaziergand und aß an einem Imbiss etwas.

Dienstag, 08. Maerz 2011 

Qarzim bis Tabriz:

Naturgewalten in den Bergen Ost-Azerbeidjans.

Winter mit Regen, Nebel und Schnee.
Um 07.30 aufgestanden, Motorrad gerichtet, einen kleinen Spaziergang durch den Basar gemacht und Nussmischung (Keshu, Mandeln, Haselnuesse) gekauft.
Pause bei Zanjan fuer einen Chey und dann weiter ueber Miyaneh.

Die Landschaft wechselte, zeitweise sah es wie auf dem Mond aus.
Ca. 150 km vor Tabriz fing es leicht an zu regnen, und immer wieder ging es bergauf.
Dann wurde aus dem Regen feuchter Schnee, ich war durchnaesst, und die Fahrt wurde anstrengend.
Die Berge waren schneebedeckt.
Schneefahrzeuge waren unterwegs, und ich fuhr vorsichtig durch die Winterlandschaft.

Jetzt erlebe ich doch noch den Winter!

Dann ca. 50 km vor Tabriz endete die Autobahn, und ich hatte Schwierigkeiten mit dem Visier am Helm. Schneeflocken versperrten die Sicht, und das Visier beschlug.
Dann war die Provinzhauptstadt Tabriz erreicht.
Sie liegt 1340 m hoch.
Das groesste Problem stellen die haeufigen, zum Teil schweren Erdbeben dar, die Tabriz immer wieder verwuestet haben.
Ich hielt beim erst besten Hotel an, wo mir am Empfang eine junge Frau ein anderes preiswertes Hotel vermittelte.
Bestellte mir ein Taxi und fuhr diesem durch den dichten abendlichen Verkehr hinterher.
Es regnete immer noch als wir das Guesthouse erreichten.
Der Taxifahrer bekam von mir ca. 4 Euro, und ich bezog ein Doppelzimmer mit Heizung. Meine Sachen waren klitschnass.
Das Motorrad konnte ich auf dem gegenueberliegenden bewachten Parkplatz abstellen.
Im Regen suchte ich ein Restaurant, in dem ich einen Spezial Hamburger und ein Eyran bestellte. War durchgefroren.
Der Fast Food Burger waermte mich auf.
Bestellte noch einen Chey ehe ich auf mein Zimmer ging.

Mittwoch, 09. Maerz 2011

Von Tabriz nach Kandovan
Zur Grenze Bazargan/ Iran- Türkei

Habe gestern Abend noch im Reisefuehrer gelesen.
Ca. 50 km suedlich von Tabriz liegt ein altertuemlich anmutendes Dorf.
Wie in Kappadokien (Tuerkei) haben sich hier durch Erosionen grosse kegelfoermige Felsspitzen aus dem weichen Tuffsteinmassiv gebildet.
In die Tuffkegel gruben die Gebirgsbauern von Kandovan mehrraeumige Hoehlen.
Diese Besonderheit wollte ich mir angesehen.

Durch den Wintereinbruch lag dieses Dorf im tiefen Schnee.
Ich fuhr mit meinem Motorrad ganz vorsichtig in einer Autospur bis zu einem Hotelparkplatz. Hier parkte ich, und erkundete zu Fuss den Ort und machte einige Fotos.
Die Tuffkegel waren wie mit Puderzucker bestreut. Es war ein grandioser Anblick!

Es ging wieder zurueck Richtung Tabriz, wo mich ein Hagel- und Regenschauer erwischte.
Machte eine Pause fuer einen warmen Chey.

Die Fahrt ueber Marand, Maku zum Grenzpunkt Bazargan war sehr abwechslungsreich.
Hohe schneebedeckte Berge gingen in Ebenen ueber.
Hier in Bazargan verbringe ich in einem Hotel die letzte Nacht im Iran ehe ich morgen Vormittag in die Tuerkei einreise.

Habe im Iran immer freundliche, hilfsbereite Menschen erlebt.
Ich durchfuhr endlose Wuesten wie nirgendwo zuvor.
Teilweise sah ich im Dunst und Nebel hohe schneebedeckte Gebirgszuege mit vor gelagerten kleineren bizarren Bergen.
Die Staedte sind weit voneinander entfernt.
Es gab sehenswerte Baudenkmäler, Moscheen und Basare.

So, das war’s fuer heute, es ist jetzt 23h und Zeit fuer einen gesunden Schlaf,
denn ich muss morgen wieder fit sein.
Ganz liebe Gruesse an alle zuhause.

Werde immer wieder, wenn moeglich, von unterwegs schreiben.
Ein Dankeschoen an alle, die mir mit Unterstuetzung, Rat und Tat geholfen haben!!!

Gruss Rainer

Sonntag, 6. März 2011

Salam

Heute bin ich von Kerman nach Na in unterwegs und habe hier ein Hotel gefunden.
Den Iran habe ich mir doch anders vorgestellt.
Nach den einfachen Staedten folgen jetzt Wuesten.
Links schroffe, bizarre Vulkanberge im Nebel und Dunst, rechts die Wuestenlandschaft.
Morgens ist es trotz Handschuhen kalt.
Die Strasse geht nur geradeaus, ist aber gut zu befahren. Dazu immer Wind von der Seite oder von vorn.
Hier mein Bericht der letzten Tage:

Mittwoch, 02. Maerz 2011

Nachdem ich aufgewacht war, genoss ich noch die Ruhe des Morgens.
Es war der zweite Tag bei Hooman, und wir machen beim Fruehstueck einen Plan fuer den heutigen Tag.
Da er auch Radsportler ist, wollten wir gemeinsam per Mountain Bike die Stadt erkunden.
Gegen Mittag besuchten wir seine Schwester, die auf der gegenueberliegenden Strassenseite eine Wohnung hat. Sie ist Englisch Lehrerin.
Nach einem Talk wurde ich eingeladen ein traditionelles Lokal zu besuchen. Es gab Reis, Salat und verschiedene Sorten von gegrilltem Fleisch.

Anschliessend musste ich mich unbedingt um Geld kuemmern.
Wir versuchten mit meiner Master Card an einem ATM Automaten Geld zu bekommen was jedoch leider nicht moeglich war. Daher erkundigten wir uns auf einer Bank nach einem Geldwechsler und dem Wechselkurs.
Danach ging es auf den Basar, wo wir uns nach einem Ersatz fuer meinen Kettenschutz erkundigten, den ich tags zuvor verloren hatte. Leider konnte ich nichts Passendes finden.
Es wurde schon dunkel ehe wir wieder bei Hooman zuhause ankamen, wo es einen warmen Tee und Kekse gab.
Am Abend kam sein Schwager Ali zu Besuch. Er ist Hubschrauberpilot. Es war spaet als wir schlafen gingen.

Donnerstag, 03. Maerz 2011.  
Weiter zur Oasenstadt Bam:

Hooman begleitete mich auf die Tankstelle, wo ich mein Bike und den Reservekanister volltankte.
Anschliessend wies er mir mit dem Bike den Weg hinaus aus Zahredan.
Es folgte eine herzliche Verabschiedung und ein Danke fuer die freundliche Aufnahme.

Nach ca. 100 km geriet ich dann in eine Polizei Kontrolle, die mir die Weiterfahrt nur in ihrer Begleitung gestattete.
Vulkanlandschaft, schroffe Berge und Wueste wechselten ehe ich gegen 18 Uhr in Bam eintraf. Ich fuhr zu einem parkenden Polizei Fahrzeug um nach dem Weg zu fragen.
Der Polizist verstaendigte einen Guide, der mich dann zum
Akbar Tourist Hotel fuehrte.
Dort traf ich ein junges Paar aus Australien.
Sie waren mit zwei BMW Motorraedern unterwegs (650 und 800).

Nach der Anmeldung gingen wir gemeinsam essen.
Wir bestellten Schischkebab, Brot und Tee.
Zurueck im Hotel schlief ich schnell ein.
(Zahredan bis Bam = 330 km).

Freitag, 04. Maerz 2011 (Feiertag)

BMW-Paar verabschiedet.
Werde heute die Oasenstadt Bam,
die auf einer Hoehe von ca. 1060 m liegt, erkunden.

Unmittelbar nordoestlich beginnt die Wueste Lut.
Suedoestlich ragt ein hoher Gebirgsruecken (Jebal Barez) hervor, dessen Baeche und Fluesse die Stadt mit Wasser versorgen.
Am Vormittag nahm mich der Hotelmanager mit seinem Auto zur ca. 3 km entfernten Arg-e Bam (Citadel) mit.
Nach dem verheerenden Erdbeben vor einigen Jahren, welches schwerwiegende Auswirkungen hatte, beginnt der Wiederaufbau bzw. die Rekonstruktion ist bereits im Gang.
Ich besuchte die zum Weltkulturerbe ernannte historische Zitadelle von Bam und war ueber das Ausmass der Zerstoerung erschrocken.
In der Stadt beginnt der Wiederaufbau jetzt in Stahlskelettbauweise.

Sonnabend, 05. Maerz 2011.  
Von Bam nach Kerman:

Nach dem Fruestueck war es um 09.30 h noch kalt in der Wuestenlandschaft.
Schneebedeckte Berge, denn Kerman liegt auf einer Hochebene von 1755 m,
ist eine Wuestenstadt mit einer langen Geschichte.
Gegen 13 h kam ich in Kerman an.
Drei junge Maenner auf einen Motorrad wiesen mir den Weg zu einem Hotel.
Mein Motorrad parkte ich auf einem abgeschlossenen Gelaende, brachte meine Sachen auf mein Zimmer und besuche am Nachmittag den grossen Basar.

Sonntag, 06. Maerz 2011. 
Von Kerman nach Na `in:

Um 09 h Start nach Na in. Der Himmel war blau aber die Sicht dunstig.
Die Strasse fuehrte geradeaus und ueberwiegend durch die Wueste.
Im Dunst sah ich schroffe Vulkanberge. Der Dunst hielt den ganzen Tag an.

Ausserhalb der Stadt habe ich jetzt ein Hotel gefunden, wo ich uebernachte.
Heute bin ich ca. 600 km gefahren.

Morgen werde ich ueber Teheran weiter nach Norden unterwegs sein.
Ich gruesse meine Familie, Angehoerige, Freunde, Leserinnen und Leser.

Herzlichst Rainer

Mittwoch, 2. März 2011

Mit Polizeischutz durch Pakistan

Zahedan, IRAN, 02. Maerz 2011

Gestern bin ich ueber die Grenze bei Taftan (Pakistan) in den Iran eingereist.
Mir geht es gut, das Wetter ist wechselhaft, aber warm.

Habe hier die Moeglichkeit meinen Reisebericht zu schreiben:

Vom Grenzkontrollpunkt 
Waga (INDIEN / PAKISTAN)

Auf Straßen, Highways und Schotterpisten nach Belutschistan.

Wieder in Amritsar,

dem Ort des Goldenen Tempels angekommen,verbrachte ich dort eine Nacht.
Habe dasselbe guesthouse wiedergefunden.
Setzte mich am Nachmittag in eine Rikscha, die mich durch die quirligen Strassen zum Tempel brachte.
Bedingt durch die Jahreszeit besuchten nicht so viele Glaeubige diesen heiligen Ort.
Es war auch erheblich kuehler als im letzten Jahr.
Dieses Mal stellte ich mich in die Schlange der wartenden Besucher um das Innere des Tempels zu besichtigen.
Im Tempel sassen vier Musiker die einfuehlsame Musik auf Tasteninstrumenten,
Trommel + Sitar spielten.
Im ganzen Tempelbereich war diese Musik zu hoeren.
Leider war es nicht erlaubt Fotos zu machen.
Die ganze Atmosphaere war ruhig + einfuehlsam.

Das war Indien...

Am naechsten Morgen gegen 11 Uhr bin ich dann zur ca. 30 km entfernten Grenze nach Waga gefahren um aus Indien auszureisen.

Ich erhielt den Ausreisestempel, das Carnet de Passage wurde ausgefuellt und abgestempelt und das Motorrad wurde kontrolliert.
Nach einem Chey und ein paar Keksen fuhr ich anschliessend zur pakistanischen Grenze.
Hier noch einmal die gleichen Formalitaeten.

Gegen 15 Uhr war ich dann in Pakistan.

Der Himmel war schon bedeckt + es folgte ein kraeftiger Regenschauer.

Von Lahore fuhr ich nach Okara wo ich ein Hotel fand, noch etwas ass und dort die Nacht verbrachte.
Ich war schon wieder in meinem Zimmer als Polizei kam,
und ich Auskunft ueber den Zweck meiner Reise geben musste.
Der Pass wurde kontrolliert, und man fragte nach meiner Reiseroute.

Am naechsten Morgen fuhr ich durch

Sued - Pakistan

bis kurz vor Dera Kazi Khan.
Hier wurde ich von einer Motorradstreife gestoppt.
Durfte nicht weiter fahren, weil es zu gefaehrlich in diesem Gebiet war.
Musste deswegen 60 km zurueck nach

Muzzaffargarh.

In einem Hotel bezog ich ein Zweibettzimmer.
Zwei Polizisten mit Gewehren schliefen mit mir im selben Zimmer.

Am Freitag den 25. Februar

wurde die Strecke nach Sukkur
 
mit polizeilicher Begleitung organisiert.
Hier haben wir auch den Hindus auf einer langen Bruecke ueberquert.
Sukkur haben wir erst spaet bei Dunkelheit erreicht.

Aus Sukkur fuhr ich dann durch die Wueste nach

Quetta in Belutschistan.

Ca. 140 km vor Quetta sah ich Berge im Dunst.
Nach der eintoenigen Fahrt durch die Wuestenlandschaft war das eine willkommene Abwechslung.
Auf dem Weg nach Quetta sah ich mehrmals ausgebrannte Tanklastzuege am Strassenrand. In einer Mulde sammelte sich der ausgelaufene Kraftstoff.
Einige Maenner fuellten sich den Kraftstoff in mitgebrachte Behaelter.
Habe Fotos gemacht.
Unterwegs musste ich mir meine Handschuhe anziehen,
weil es hier in den Bergen erheblich kaelter wurde.
Im Dunkeln erreichte ich

Quetta (Hauptstadt Belutschistans)

und an einer Strassenkreuzung musste ich anhalten.
Mit Polizei Begleitung suchte ich ein Hotel, in dem ich dann die Nacht verbrachte.

Am 27. Februar
folgte ich der Polizei nach Nushki in die Wueste.
Diesen kleinen Ort erreichte ich um die Mittagszeit.

Hier habe ich in einer kleinen Werkstatt die Bremsbelege erneuern muessen.
Hatte Ersatz in meinem Sortiment.
Auch ein Oelwechsel war wieder faellig.
Eine Uebernachtung in einem Hotel war hier nicht sicher.
So wurde ich auf der dortigen Polizei - Station untergebracht, die ich nicht verlassen durfte.

Fuer den 28. Februar
war dann eine lange Strecke geplant, ca. 500 km bis zur Grenze zum Iran.
Ich musste einen Polizisten auf meinem Motorrad mitnehmen.
Der Tag begann sonnig.
Die Strassenzustaende wechselten von im Bau befindlichen Abschnitten bis zu super Highways. Links bizarre Berge, rechts Wueste.

Unterwegs dann ein Stopp denn ich musste Tanken.
Hier wurde wieder aus Behaeltern getankt.
Der Kraftstoff war teurer.

Spaeter Wettereintruebung und einsetzender Regen,
so dass wir uns unterstellen mussten.
Der Regen wurde schwaecher, der Wind um so staerker.

Bei der Weiterfahrt durch die Wuestenlandschaft gerieten wir in einen heftigen Sandsturm, so dass wir die Fahrt abbrechen mussten und in  

Nukkundi

auf der Polizei - Station die Nacht verbrachten.

Als wir in den Sandsturm gerieten, fiel mir das Lied von Freddy Quinn ein:
Brennend heisser Wuestensand.
Leider war das nicht so romantisch, denn ich hatte Muehe das Motorrad in der Spur zu halten.

Nach dem Fruehstueck am 28. Maerz dann Start zur 122 km entfernten Grenze mit polizeilicher Begleitung.(auf meinem Motorrad)
In Taftan assen wir noch zu Mittag.

Verabschiedung von meinem Begleiter.

Ausreise Pakistan, Einreise IRAN

Hier dauerte es lange bis die Grenzformalitaeten erledigt waren,
denn auch hier war die Gegend nicht sicher.
Ein Militärposten begleitete mich zur 85 km entfernten Stadt

Zahredan.
Die Landschaft an der Grenze war sehr bizarr.
Vulkanlandschaft, bizarre Berge und Wueste wechselten.

In Zahredan wechselte der Begleitschutz.
Mit der Polizei suchte ich nach einem preiswerten Hotel.
Dieses sollte jedoch 60 Dollar kosten was natuerlich viel zu teuer war.
Hier boten mir zwei Radsportler ihre Hilfe an und luden mich ein.
Nach einem Gespräch mit der Polizei war diese einverstanden dass ich bei den jungen Maennern uebernachte.
Sie heissen Hooman + Ali. Ich folgte ihnen zu ihrem Haus.
Es wurde spaet ehe wir schlafen gingen.

Heute am Mittwoch den 2. Maerz 
werde ich noch hier bleiben.
Hooman will mir die Stadt zeigen.
Ich muss auch Geld tauschen und tanken.

Morgen am 03.03. ist die Weiterfahrt nach  
Bam ( Grandiose Festungsstadt ) geplant.

Gruesse von Rainer

Bericht der letzten Tage

 22.02.2011
Am Montag den 14. Februar 2011 habe ich die ersehnte Express Briefsendung aus Deutschland erhalten.
Den Briefinhalt mit Pass und entsprechenden Visas hatte ich schon jeden Tag erwartet.
Ventus Reisen hatte wieder einmal alles bestens organisiert.
Sie hatten auch ein Begleitschreiben fuer den Zoll beigefuegt.
Ein Kurierdienst von DHL benachrichtigte mich telefonisch.
Der Brief war aber nicht wie erwartet, auf der Hauptpost in Gadag angekommen.
Dank meines Handy's mit indischer SIM-Card konnten wir den Anruf jedoch zurueck verfolgen, und nach einer halben Stunde wurde mir die ersehnte Post ausgehaendigt.

Ich verbrachte noch einen Tag bei der Gastfamilie, bei der ich 5 Wochen herzlich aufgenommen + gut versorgt worden war. Winkend verabschiedete ich mich.
Dann noch ein wehmuetiger Blick zurueck, und um 8 h fuhr ich voll bepackt in Richtung Goa. Dort blieb ich eine Nacht, verabschiedete mich auch dort von meinen indischen Freunden. Ein letzter Spaziergang an den langen Strand wo ich den Sonnenuntergang erwartete.

Am 17. Februar 2011
startete ich dann gegen Mittag von  Benaulim nach Margao auf die NH 17.

Am Abend erreichte ich den Ort Ganpatipule, direkt an der Kueste.
Die Fahrt fuehrte mich ueber die West Ghats,
ein parallel zur Kuestenlinie verlaufender Gebirgszug.

Am 18. Februar
fuhr ich durch Bombay (Mumbai), eine Riesenmetropole.
Unterwegs die Berge im Dunst.
Hatte mich in Bombay kurz verfahren.
Die Verkehrspolizei beschrieb mir den Weg, war schnell im dichten Verkehr auf der NH 8.
Uebernachtung + Essen im Highway Hotel.

Am naechsten Tag in Khaiwara in einem einfachen Hotel uebernachtet.

Am Sonntag befand ich mich dann schon in
Radjastan.
Beim Beladen des Motorrades stellte ich fest, dass mein Schluessel von den Mororradkoffern abgebrochen war.
Hatte es nicht bemerkt. Der halbe Schluessel steckte im Schloss.
Fragte nach einem Schluesseldienst. Am Sonntag war hier alles geschlossen.
Deswegen empfahl man mir nach Udaipur zu fahren, was auf meinem Weg lag.
Auf einer Tankstelle zeigte ich den abgebrochenen Schluessel.
Einem Rikschafahrer folgte ich durch enge Gassen zu einem kleinen Schluesselgeschaeft. Innerhalb von 15 min war der Rest des Schluessels professionell mit zwei kleinen Haken aus dem Schloss entfernt.
Auch einen Reserveschluessel liess ich gleich wieder anfertigen.
Aus- und Einbau +Reserve- Schluessel kosteten 150 IRs, ca. 2,50 Euro.
Einige Fotos gemacht zur Erinnerung.

Weiter ging es dann aus Udaipur nach Jaipur, wo ich mir ein gutes Hotel leistete.
Die Fahrt ueber die NH war nicht einfach, und es war kalt geworden.
Auf der Fahrt viele Baustellen, aber in ein paar Jahren wird alles besser sein,
vielleicht - oder auch nicht.
Quaelender, unglaublicher LKW Verkehr und dementsprechend viele Abgase.
Am Abend fing es leicht an zu regnen.
Im Hotel genoss ich das warme Wasser der Dusche, denn mir war kalt geworden.

Fuer den naechsten Tag, am  

Montag den 21. Februar
hatte ich mir meine komplette Motorrad-Kombi und Handschuhe zurechtgelegt,
denn der Morgen begann neblig und kalt.

Ueber Dehli fuhr ich nach Ambala.
War hier im letzen Jahr fand aber ein anderes Hotel im dem ich die Nacht verbrachte.

Am 22. Februar 
startete ich im Nebel nach Amritsar.
Erst gegen 11 Uhr liess sich die Sonne zoegerlich blicken.
Gegen 15 Uhr erreichte ich Amritsar, wo ich wieder im gleichen Guest House unterkam wie schon vorher.
Gegen 17 Uhr winkte ich einer Rikscha, die mich zum Goldenen Tempel brachte.
Dieses mal stellte ich mich in die Schlange wartender Glaeubiger um den Tempel von innen zu besichtigen.
Vier Musiker spielten auf Instrumenten und sangen dazu.
Ueber Lautsprecher hoerte man die Musik im gesamten Tempelbereich.
Es waren nicht so viele Besucher wie im Sommer da.

Morgen werde ich Indien verlassen.

Good bye INDIA.
Bis bald Rainer

Ach ja:

Gefahrene Kilometer von Gadag, Karnataka bis Grenze Pakistan, Waga

Vom 17. Februar bis 22. Februar = 2800 km.

Gehe jetzt schlafen.
Gute Nacht!

Lebenszeichen aus Amritsar

22.02.2011
Ich melde mich aus Amritsar, Indien.
Bin seid 16. Februar auf dem Rueckweg und heute Nachmittag hier angekommen.

Gerade war ich nochmal im Goldenen Tempel.
http://www.google.de/images?hl=de&q=amritsar&rlz=1W1GPEA_de&um=1&ie=UTF-8&source=univ&sa=X&ei=b3tuTcz1J5GfOoyAoYED&ved=0CEoQsAQ
Es ist hier doch erheblich kaelter als im Sueden Indiens.
Die letzten beiden Tage war es frueh neblig und kalt.
Habe meine Motorrad-Kombi wieder an und waermere Unterwaesche.
Und natuerlich Handschuhe.

Morgen werde ich aus Indien ausreisen und hoffe, dass ich keine Schweirigkeiten bekomme.

Von Goa bzw. Karnataka, wo ich mich aufgehalten hatte, habe ich bis hier

2.800 km zurueck gelegt.

Bin jeden Tag von morgens bis zum Dunkelwerden gefahren. War nicht einfach.
Zum Anfang die West Ghats (Gebirge). Das war ein Auf und Ab mit LKWs, Autos und Motorradfahrern, die sich in jede Luecke draengelten. Das waren unglaublich viele LKWs, die immer wieder fuer Staus sorgten. Ruecksichtslos entgegenkommende Fahrzeuge. Musste immer wieder in die Eisen steigen.

Werde gleich noch einen ausfuehrlicheren Bericht schreiben.
Herzliche Gruesse an alle
Rainer